Wie ein Gott in Franzmannland

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Sunday, February 25 2007

Loss mer fiere op koelsche Art

Hi Mädels!

Ich hatte neulich eine Urlaub, und zwar extra für das Karneval in Koeln! Das ganze Ereignis war super toll, eigentlich kann man es schon von den Bildern unten spuren, oder ? Tolle Kostume, viel Bier, viel Gesang, und diesbezüglich ist die grosse Frage immer noch Wer hat mir die Hose auf den Hintern tatooviert ? ;)

Also herzlich vielen Dank an Andreas für die Einladung, sowohl auch an die ganzen Kumpels, die mitgemacht haben !

Übrigens habe ich neulich auch eine Wohnung in Paris gefunden, ohne gesucht zu haben! Ein Geschenk vom Himmel, das muss ich noch demnächst detailliert erzählen...

Sunday, November 5 2006

Der Mann in Eile

Ich bin ein grosser Fan von deutschen Bands, doch ich habe natuerlich auch meine franzoeische Lieblingsgruppen. Dazu gehoert Noir Désir, also "schwarze Begier" auf deutsch. Heute praesentiere ich euch ein echt tolles Lied von Noir Desir, l'homme pressé. Ich bin mir nicht mal sicher, ob es gelungen ist oder nicht, aber jeden Vorschlag zur Besserung bekomme ich gern. Und uebrigens kannt ihr das Lied anbei anhören.


Der Mann in Eile

Ich bin eine kalte Puppe mit sonnengebrantem Haut, ein ruchloser Mann in Eile, mein ausgestossener Müll ist das Schicksall der Welt.

Ich habe keine Zeit, ich rase, meine Karriere steht auf dem Spiel, ich bin der mediatischer Mensch, ich bin überpolitisch und ich bin schnell, sehr schnell, ich bin eine universelle menschliche Komet.

Ich ziehe durch die Zeit, ich bin eine Referenz, ich bin allgegenwärtig, ich werde allwissend, ich bin in die Welt einmarchiert doch ich kenne sie nicht. Egal, ich rede darüber, egal, ich weiss Bescheid. Die Menschen kriechen hinter mir, acht potentiellen Milliarden versklavten Dummköpfer ausser ein paar meiner Freunden, die zu derselben Welt wie ich gehören : ihr weisst gar nicht, wie glücklich sie sind.

Wer will noch mich und die Scherben meines Gehirns? Wer will in meinen Netzwerk eintreten?

Als täglicher Aktivist für Unmenschlichkeit, für sofortige Profite, für die Gunst der Medien bin ich reich, furchtbar reich, ich bin im Immobilienmarkt tätig, wobei ich die gute Geschäfte kenne, sowohl auch diejenige die zahlen können.

Ich kenne die Prominenzen Leute und die anderen auch, meine einzigartige Kenntnisse und ihre Frauen, die ich... frequentiere, natürlich.

Die Schnurren der Börse lockern für mich, kein Geheimnis mehr, ich bin der König der Königen, Die Einschaltquoten werden übergetroffen, das Publikum überbegeistert, doch was glaubt ihr denn? Hier liegt mein Weg, hier liegt meine Chance.

Ich liebe die Sendungen am Fernsehen, habe keine Zeit zu gucken doch ich entwerfe sie. Wir spucken das Essen an diesen hungrigen Augen aus. Man sieht, dass sie darum bitten, und wir wissen, wie sie nach unserer Fäule gierig sind - noch mehr als Säue nach Perlen.

Wer will noch mich und die Scherben meines Gehirns? Wer will in meinen Netzwerk eintreten? Ihr weisst doch, ich bin
ein Mann in Eile
ein Mann in Eile
ein Mann in Eile
Doch in der Wirklichkeit bin ich ein Opfer
ein Mann in Eile
ein Mann in Eile
ein Mann in Eile

Ich bin ein täglicher Militant für Unmenschlichkeit, für sofortige Profite, für die Gunst der Medien und ich bin reich, furchtbar reich, ich bin im Immobilienmarkt tätig, wobei ich die gute Geschäfte kenne, sowohl auch diejenige die zahlen können, darüber hinaus ziehe ich durch die Zeit, ich bin allgegenwärtig geworden, ich bin eine Super-Referenz, voll mit Prahlerei, ich bin schnell, sehr schnell, meine Karriere steht auf dem Spiel, ich bin der mediatische Mench, ich bin überpolitisch denn ich bin
ein Mann in Eile
ein Mann in Eile
ein Mann in Eile
ein Mann in Eile
ein Mann in Eile
ein Mann in Eile

Love Love Love sagt man in Amerika,
Lioubov in ehemaligem sovietichem Russland,
Amour überall in Frankreich.

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Saturday, October 28 2006

Lange Tagen

Tut mir Leid! Letzlich waren meine Tagen ziemlich lang, darum hatte ich kaum Zeit, um mich um meine Seite zu kümmern. Doch es sollte jetzt besser gehen, daher werde ich (hoffentlich) öfter schreiben. Erstmal ein paar Bilder: morgens, abends, und am Wochenende aufgenommen.

La Défense - Montag, 08:57 La Défense - Donnerstag, 21:43 Sicht aus Montparnasse - Sonntag, 17:20

Sunday, October 1 2006

Immer dunkler


La Défense, 19:18 - Out of the office

Es wird langsam Herbst, bald ist es schon Winter und die Tagen verkurzen... Demnächst kommt die deprimierende Zeit, wobei man nachts auf die Arbeit fährt und auch nachts zurück zur Hause kommt.

Sunday, September 24 2006

Just Cruising

Letzte Woche in Nizza fuehrten wir so ein Peugeot 1007, deren Antriebskraft ziemlich gering war. Die Auto war halt in Ordnung, sauber, gemütlich und einfach zu parken, aber mein fahrender Kollege war davon nicht begeistert. Er fühlte sich in seinem nervösen Fahrenart behindert. Und ich fühlte mich irgendwie sicherer.

Doch diese Woche haben wir etwas ganz anders gekriegt: "Alfa Romeo, geht das?" fragte der Beamte beim Mieter. Na klar, aber noch für dasselbe Preis wie in Reservierung geplannt? "Natürlich, so wird das Preis in ihrer Reservierung gelautet."

Und so habe ich erfahren, das auch Automieter am Flughafen overbooking machen. Ich dachte erstmal, es soll etwas übrig sein, doch mein erfahrener fahrender Kollegue war selber ganz überrascht. Seines Achtens haben wir richtig Glück gehabt. Nur war die Stimme des GPS-Systems auf italienisch eingestellt, und es ist uns nicht gelungen, eine ordentliche französische Stimme zu kriegen...

Aber dafür konnte mein fahrende Kollegue die ganze Woche schliesslich im 6en Gang an der Küste glücklich fahren. Ich doch nicht, aber egal: im Gegenteil von ihm habe ich sowieso wenig Interesse für Wagen und fahre ungern.

Diese Woche haben wir keine saloppe angezogene Französinnen getroffen, sondern eine Truppe von auf der Strasse sitzenden deutschen Mädels. Sie hatten eine Guitarre dabei, und spielten Westerland von Die Ärzte.

Oh, ich habe solche Sehnsucht
Ich verliere den Verstand
Ich will zurück an die Nordsee
Ich will zurück nach Westerland

Als wir vorbei gingen sange ich leise mit. Mein Kollegue schaute mich bewundert an.

Sunday, September 17 2006

Der Zeug im Flug

Ich habe immer einen Kochzieher dabei wenn ich frei habe, und manchmal auch auf der Arbeit, aber nur wenn ich ihn in meiner Tasche vergesse. Doch heutzutage ist es beim Fliegen nicht empfohlen, so was in seiner Tasche zu vergessen. Besonders am 11. September. Manchmal habe ich das Gefühl, so was kann nur mir geschehen. Zum Glück war es kein Flug nach Amerika, sondern nach Nizza. Keine Panik, ich durfte schliesslich einsteigen, nur sollte der Zeug in meinem Gepäck im Laderaum bleiben.

Die Stadt Nizza habe ich nur kurz am Abend gesehen. Die ist schön, altmodisch mit Charme und mit Stil, aber stinkt furchtbar nach Tod, Geld und "Fisch and Chips": da sind im September am meisten alte in die Rente gegangene Leute, ihre faule reiche Grosskinder und furchtbar viele Britte. Dafür auch ein paar ganz schön saloppe ausgezogene Mädels, die man Abends erblicken kann, als sie wahrscheinlich auf dem Weg zu einer snobistischen Party sind. Doch ich und mein Kollegue waren bloss auf der Suche nach einem guten Restaurant. Erfreulicherweie sind die Restauranten in Nizza auch lecker.

Sunday, September 10 2006

Kleinigkeit

Hier in Frankreich fühle ich mich nicht so wohl wie damals in Dresden. Es liegt wahrscheinlich daran, dass meine Geschmacke und Bedürfnisse in Deutschland besser erfüllt werden. Marketing und Werbung macht man überall, doch die Produkte und Angebote, die bei uns bewerbt werden, passen mir selten an. Das habe ich mir neulich überlegt, als ich diese Werbung in einer Zeitung erblickte:


Das Motto lautet auf Deutsch: Heineken erfindet XXS-formatige Frische. Und zwar mit einer neuen 0.15 Liter Bierflasche. Das schlimmste ist, sie scheinen darauf stolz zu sein, dass sie so was sinnloses erfunden haben. Wer kann mit erst 0.15 Liter seinen Durst löschen? Doch nein, das schlimmste wäre, zu viele Franzosen kaufen so was ein, und in ein paar Monaten sind halb-Liter Dosen nirgendwo mehr zu finden.

Wednesday, September 6 2006

Photographieren in Paris

Ich bin kein grosser Freund von Paris. Zu gross, zu schmutzig, zu teuer. Und die Leute finde ich auch nicht sehr angenehm. Allerdings habe ich hin und wieder meinen Spass in dieser Stadt, und ich muss sogar zugeben, Paris kann auch gemütlich sein. Aber nur manchmal.

Und genau Gestern war mir Paris schön. Ich war in der Nähe von Chatelet, und um diesen schönen Tag zu errinern habe ich ein paar Bilder aufgenommen.







Sunday, September 3 2006

Hochzeit in Paris

Am Freitag hat meine Cousine geheiratet. Und zwar mit einem Deutschen. Man kann sich gut vorstellen, ich war im voraus begeistert: Hochzeit bedeutet klasse Essen, endlos Champagner, und je besoffener ich bin, desto besser kann ich Deutsch. Also eine gute Gelegenheit, mein Deutsch ordentlich zu üben.

Zum Glück ging es nur um standesamtliche Trauung, keine kirchliche Hochzeit, was mir ganz recht war. Standesamtliche Trauung geht ja schneller und kann auch klasse sein. Und zwar war der Heiratraum im Rathaus tatsächlich Klasse, mit drei grossen klassischen Gemälden, Polstersesseln, altem poliertem Parkettboden und irgendwelchen Goldauflagen an Wand und Decke, also wie eine kleinere Version von Versailles. Darüber hinaus ist der Bürgermeister von 11. Stadtbezirk in Paris ein erfahrener Kerl, der seine Hochzeitrede ganz schön und fein bearbeitet hat. Er hat die drei grossen Gemälde erklärt, die eigentlich die unterschiedlichen Stufen eines glücklichen Heirats darstellen, hat auch von einer Frau erzählt, die gerade hundert Jahre alt geworden ist und die damals in eben diesem Raum getraut wurde. Nie hättet sie gedacht, dass sie so lang überleben und über siebzig Enkelkinder als Matriarchin regieren würde. Alles sehr elegant ausgedrückt und ausgesprochen, auch mit ein paar Witzen gemischt, und insgesamt unter dreissig Minuten lang. Im Endeffekt waren die Franzosen mit der Leistung des Bürgermeisters ganz zufrieden. Die Deutschen hatten nur Bahnhof verstanden, aber dafür hatte die Stimmung ihnen sehr gefallen. Danach haben allen noch eine Weile im Park des Rathauses rumgehängt, und sind dann zum Festsaal abgehauen: die Party sollte los gehen.

Ich habe eine Grosse Familie: meine Grosseltern haben damals sechs Kinder gehabt, die auch viele Kinder bekommen haben. Mein Vater war der Jüngste, deshalb bin ich auch deutlich jünger als die meisten meiner zahlreichen Cousinen. Darum habe ich vorher als Kind schon viele Hochzeite erlebt, und weiss ganz genau, wie das Abendessen bei solchen Ereignissen langweilig sein kann: man muss ewig sitzen und kann sich nur mit ein paar Nachbarn am selben Tisch unterhalten. Sind die Nachbarn bekloppt, hat man dann Pech für vier Stunden.

Dieses Mal war es ganz anders: kein protokollarisches Abendessen, sondern ein Cocktail. Das heisst, man konnte am Tisch sein Essen und Getränke abholen, und damit wandern, Leute kennen lernen, draussen im Park sitzen, also ganz locker und gemütlich. Und es hat richtig gut geklappt: die beide Familien haben sich gut gemischt, und die Hauptsache war ja, daß die Neuvermählten glücklich waren, was jedem auch Spass machte. Darüber hinaus waren das Essen und das Champagner klasse, obwohl keiner am Ende richtig besoffen war. Bei einer Party wäre es schade gewesen, aber bei dieser Hochzeit war es um so besser, denn es war ein Zeichen, das die jungen Leute roger waren, zusammen abzuhauen, um etwas wilderes in Abwesenheit der sittenstrengen Tanten zu unternehmen.

Die Neuvermählten hatten einen Raum in einer Kneipe bestellt, wohin wir gegen 23:30 gingen. Ein paar Deutsche und ich auch hatten am Ende keinen Bock mehr, Champagne zu trinken und wollten endlich was frisches Bier saufen. Die Stimmung war lockerer geworden, und die Deutschen bildeten dann die Mehrheit unserer Truppe, was ich ziemlich gut fand. Im Gegenteil zu meinem Bruder, der überhaupt kein Wort Deutsch kapiert, aber irgendwie hat er auch seinen Spass gehabt, denn ein paar Leute dabei konnten richtig gut Französisch.

Leider nach erst fünf Bieren wollte mein Cousin zurück nach Hause. Da ich und mein Bruder bei ihm pennten, tranken wir noch das sechste Bier aus, und dann gingen los gegen 3:30. Mein Deutsch war immerhin deutlich besser geworden, doch ich bin ein fleissiger Knabe und wusste, ich konnte noch weitere Fortschritten machen. Also wollte ich unbedingt noch ein Bier auf dem Weg trinken, und überzeugte die anderen dazu. Wir fanden aber nur eine Kneipe, die sauvoll war. Nachdem ich ein paar Leute auf dem Weg umgebracht hatte, konnte ich auf einen Leichenstapel steigen und dem Kellner endlich ansprechen: "Drei Biere bitte!" Die Antwort traf mich wie ein Blitz: "Dreiunddreissig Euro bitte!". Erstmal habe ich gedacht, der Typ glaubte ich wollte eine ganzes Fass einkaufen. Aber nein, das Bier war bloss scheiss teuer. Und ich hatte fürchterlichen Durst, daher habe ich für das teuerste Halb-Liter Pisse meines Lebens bezahlen. Ja, das Bier war furchtbar. Keine Ahnung, wieso es so viele Leute dabei waren. Zu feuchtwarm, zu laut, zu voll. Wir versteckten die noch halb vollen Gläser in unseren Jacken und verlassten die blöde Kneipe. Das Bier war aber so eklig, wir konnten nicht austrinken. Mein Glas habe ich einfach in einen Mülleimer auf der Strasse fallen lassen, und dann sind wir ins Bett gegangen. Morgens früh sind wir um 12:30 auf gestanden. Ich war der einzelle, der keinen Kater hatte. Oder nur einen leichten.

Ein paar Leute aus dieser Hochzeit werden wahrscheinlich auf dieser Seite vorbei schauen, darum möchte ich zum Abschluss dieser Nachricht einfach noch sagen, es war eine richtig tolle Hochzeit, mit toller Party und coolen Leute. Gebt mir Bescheid, wenn ihr mal in Paris zum Besuch seid. Egal wann, ich kenne euch dann noch.

Edit: Und auch herrzlich danke zu meinem Kumpel Andreas, der mir eine vollständige Sprachkorrektur geschickt hat! - 21 korrigierte Fehler, nächstes Mal versuche ich, das Zahl geringer zu machen ;)

Saturday, September 2 2006

Einführung

Seit geraumer Zeit habe ich mit dem Gedanken gespielt, mit einem Blog auf Deutsch anzufangen. Nur sollte ich Zeit nehmen, um die Technik zu organisieren, aber Heute ist es endlich so weit! Den Blog halte ich für ein tolles Mittel, um den Kontakt mit vielen Bekannten zu behalten, und das ohne jedem Mensch Emails zu schreiben. OK Leute, das heisst, ihr kriegt alle die Selbe News von mir. Aber dafür könnt ihr auch Kommentare hinterlassen, euch zusammen unterhalten, vielleicht auch neue interessante Leute kennen lernen?

Ich schätze ein, ich werde ungefähr einmal pro Woche schreiben. Wahrscheinlich über meinen Alltag, über die Neuigkeiten in Frankreich oder in Deutschland, über ein paar lustige Erinnerungen aus meiner Zeit in Dresden. Mal sehen, was mir noch einfällt, und was davon wird.

Das erste echte Post kommt allerdings sehr bald, und zwar wird es um die Hochzeit meiner Cousine gehen, die gerade einen Deutschen geheiratet hat. Bei dieser Hochzeit habe ich eine Menge Spass gehabt ;)